DER TURNAROUND IST GESCHAFFT – DAS 22. SCHWEIZER HOTELRATING

Die Talsohle ist durchschritten, den besten Schweizer Hotels geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Die Szene lebt, und innert Jahresfrist ist im ältesten Hotelrating der Schweiz auch wieder allerhand passiert. Das Eden Roc in Ascona wurde nach sieben Jahren an der Spitze der besten Ferienhotels abgelöst. Neue Nummer eins ist The Chedi Andermatt. Viereinhalb Jahre nach der Eröffnung gelang dem Herzstück des Andermatter Tourismusprojekts von Samih Sawiris erstmals der Sprung an die Spitze. Das spektakuläre Alpen-Hideaway steigert seine Zahlen Jahr für Jahr im zweistelligen Bereich, geniesst weltweit höchste Beachtung und Anerkennung – und war noch nie so gut wie heute.

Für Schlagzeilen weit über die Landesgrenzen hinaus sorgt bereits auch das Bürgenstock Resort, das erst im vergangenen Januar den vollen Betrieb aufgenommen hat. Das 550-Millionen-Projekt der Katara Hospitality Switzerland löste das Grand Resort Bad Ragaz an der Spitze der Kategorie mit den besten Wellnesshotels ab. Während neun Jahren lag die Oase im St. Galler Rheintal ganz vorn – und will auch wieder dorthin zurück. Im kommenden Jahr, zum 150. Geburtstag des Resorts, wird der Quellenhof für 40 Millionen Franken total erneuert. Dann werden die Karten neu gemischt. 

 

In den vier weiteren Kategorien gab es keine Wechsel an der Spitze. Das Pirmin Zurbriggen in Saas-Almagell bleibt die Nummer eins bei den besten Nice-Price-Ferienhotels. The Dolder Grand in Zürich ist weiterhin bestes Stadthotel. Der Dauerbrenner Albergo Losone bleibt bestes Hotel für Familienferien, und das Riverside Seminar- und Eventhotel ist top in der Rangliste der Seminarhotels mit Inspiration und Esprit. 

 

Grösster Aufsteiger im Rating ist das Ultima Gstaad. Das fünfte Luxushotel im Berner Oberländer Nobelkurort verbesserte sich um 19 Ränge und erreichte gar einen Platz in den Top Ten. Unter neuer Führung ist auch die Tessiner Perle Villa Orselina wieder auferstanden (plus sechs Ränge). Um fünf Plätze verbessert hat sich das Guarda Golf, das mit neuen Suiten und Privatresidenzen die Hotellerie in Crans-Montana aufmischt. Bei den Nice-Price-Ferien-hotels verbesserte sich das Huus Gstaad ebenfalls um fünf Ränge.

In der Hitparade der besten Wellnesshotels ist das Kempinski

St. Moritz nach ein paar Jahren Tiefschlaf dank Führungswechsel

in die Top Ten zurückgekehrt (plus vier Plätze). Der zweitgrösste Sprung des Jahres nach dem Ultima Gstaad gelang dem Genfer Beau Rivage, das bei den Stadthotels 12 Ränge gewann.

Elf Neue schafften den Sprung erstmals (oder wieder) ins Rating. Interessantester Newcomer ist das 100 Millionen Franken teure 7132 Hotel im Bündner Flecken Vals. Stünde das spektakuläre architektonische Meisterwerk in einer grossen Feriendestination, wäre es unter den Allerbesten. Ein glanzvolles Comeback feierte nach mehreren Jahren Unterbruch das geschichtsträchtige Hotel Walther in Pontresina. Der Schweizerhof in Flims zählt zu den Entdeckungen des Jahres, während das neu gebaute und mit viel Vorschusslorbeeren gestartete Valsana in Arosa nach Führungsproblemen seinen Platz noch finden muss. 

 

Hotel des Jahres ist das Art Deco Hotel Montana in Luzern.

Das grandiose Gesamtkunstwerk von Fritz Erni ist seit zwei Jahrzehnten das beste und aufregendste 4-Stern-Superior-Hotel im Land; diese Auszeichnung war überfüllig. Das Hotel des Jahres haben wir auch in diesem Jahr wieder innerhalb einer kompetenten Jury bestimmt. Für alle weiteren Auszeichnungen bin ich gemeinsam mit meinen derzeit 16 Testerinnen und Testern allein zuständig. 

 

Hotelière des Jahres ist Nathalie Seiler-Hayez, die erste Frau an der Spitze des traditions-reichen Beau-Rivage Palace in Lausanne-Ouchy. Wie sie das Luxushaus am See managt, ist bewundernswert. Mattias Roock (Castello del Sole) ist Koch des Jahres, Giuseppe Pesenti (Badrutt’s Palace) ist Concierge des Jahres, Robert Herr (Bürgenstock Hotel & Alpine Spa) ist Newcomer des Jahres, Stefan Noll (Tschuggen Grand Hotel) ist Aufsteiger des Jahres, Tanja Wegmann (Les Trois Rois) feiert das Comeback des Jahres, Paul Linder (Amanpuri, Phuket) ist Auslandhotelier des Jahres und Peter P. Tschirky (zuletzt Grand Resort Bad Ragaz) erhält für seine grossen Verdienste den Lifetime Award. 

 

Das 1997 gegründeten Schweizer Hotelrating erscheint seit sechs Jahren in Buchform. Zum vierten Mal zeigen wir auch wieder 15 Trouvaillen. Es sind Bijoux ganz unterschiedlicher Art, die aus dem einen oder andern Grund keine Aufnahme im Rating finden. Wir möchten den Hotelguide auch in Zukunft weiter entwickeln. Er soll noch attraktiver werden und nie in den Einflussbereich von irgendwelchen Interessengruppen geraten. Gewähr dafür bietet auch unser Hauptsponsor, die Emil Frey AG mit ihren Marken Jaguar, Land Rover und Lexus. Bei ihnen bedanke ich mich ganz herzlich. Und schliesslich geht mein Dank an den Weber Verlag in Thun. Die Zusammenarbeit mit diesen engagierten Profis macht grosse Freude. Ich wünsche Ihnen viel Spass und Inspiration

mit dem neuen Hotelguide.

 

 

Karl Wild

 

Autor und Herausgeber

 


KARL WILD HOTELRATING SCHWEIZ

Haslenstrasse 37

8135 Langnau am Albis/ZH

info@karlwild-hotelrating.ch

Tel. 044 720 53 16

Werd & Weber Verlag AG

Gwattstrasse 144

3645 Gwatt/Thun

hotelrating@weberag.ch

Tel. 033 336 55 55